Poetische Verbeugung
Hamburg, 1981: Der Schriftsteller Ronald M. Schernikau lässt sich von seiner Mutter seine Kindheit und ihr eigenes, erstaunliches Leben
erzählen. Das Aufwachsen in der DDR, die Umstände der Flucht nach Westdeutschland aus Liebe zum Vater des gemeinsamen Kindes, die große Enttäuschung. Irene Binz, literarisches Alter Ego von Ellen Schernikau, geht ihren Weg und fühlt doch schmerzhaft die Leerstelle der fehlenden Heimat.
Das Buch ist die Erstveröffentlichung der Prosafassung dieses bewegenden Interviews aus dem Nachlass von Ronald M. Schernikau. Das Feuilleton ist sich selten so einig wie hier: Eine tiefe und poetische Verbeugung vor dem Leben der Mutter und eines der innigsten Werke des viel zu früh verstorbenen Ronald M. Schernikau.
Hardcover mit Schutzumschlag, 12,5 x 21 cm
Fotos: Cover: Jürgen Goldammer, U4: Ina Mischke
18. März 2010





1980 erschien bei Rotbuch seine bemerkenswerte »Kleinstadtnovelle«, 1989 wurde Ronald M. Schernikau wieder DDR-Staatsbürger, was ihn zum »letzten Kommunisten« machte. 1991 starb der junge Schriftsteller an Aids. Aus Verneigung des Verlags vor seinem Autor der ersten Stunde nimmt sein Porträt den ganzen Rücktitel des Bandes ein.